Welchen Einfluss hat die Übungleiterpauschale (Vergünstigung nach § 3 Nr. 26) auf das Elterngeld? Oder anders gesagt, wird die Übungsleiterpauschale bei der Berechnung des Elterngelds berücksichtigt?

ElterngeldIch wollte wissen, ob die während der Elternzeit verdienten Einnahmen, die für das Finanzamt unter den Freibetrag der Übungsleiterpauschale fallen, auf das Elterngeld angerechnet werden oder nicht. Kurz, ob die besagte Übungsleiterpauschale auch für die Elterngeldstelle relevant ist. Und nicht zuletzt, ob man diese Einnahmen beim Elterngeldantrag überhaupt angeben soll.

Um sicher zu sein, habe ich meine Sachbearbeiterin bei der Elterngeldstelle (Zentrum Bayern Familie und Soziales, ZBFS) folgendes gefragt:

Die Unterrichtsstunden, die ich auch während der Elternzeit gegeben habe, werden bei der Steuererklärung als “Übungsleiterpauschale” (§ 3 Nr. 26) vergünstigt, und sind bis 2400 € im Jahr (200 € im Monat) steuerfrei.

Soll ich diese Einnahmen bei der EÜR fürs Elterngeld angeben, oder werden diese Einnahmen bei der Berechnung des Elterngeldes ignoriert?

Die Antwort auf meiner Frage kam schnell, gibt Hinweise auf mögliche Elterngeldrichtlinien für die Bearbeiter der Elterngeldstelle, und lässt sich sicher auch bei der Ehrenamtspauschale anwenden:

Alle Einnahmen, die nach § 3 Nr. 26 EStG noch unter den Freibetrag von 2400 Euro fallen, sind steuerfrei und stellen somit keine Einnahmen i.S.d. BEEG (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) dar. Bitte legen Sie uns die Einnahmen trotzdem dar. Der Steuerfreibetrag wird davon abgezogen.

Ob man hauptberuflich selbständig oder angestellt ist, ist nicht relevant. Als Selbständiger habe ich bei meiner Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) die Einnahmen der Übungsleiterpauschale nicht direkt angegeben, sondern getrennt aufgelistet.

Fazit: die Einnahmen, die unter den Freibetrag (Übungsleiterpauschale) fallen, werden bei der Berechnung des Elterngeldes nicht angerechnet. Diese Einnahmen sollte man trotzdem angeben.